Verrückte Werbewelt – Wie die Marketing-Spezialisten um Aufmerksamkeit buhlen
18 goldene Kugeln, 45 Silbermedaillen und 53-mal Bronze – Das ist die deutsche Erfolgsbilanz des Nachwuchswettbewerbs „Young Guns“. Dabei wurden die kreativen Nachwuchstalente der Welt ausgezeichnet. Doch auch die alten Hasen des Geschäfts Marketing ließen sich dieses Jahr nicht lumpen. Hier einige Highlights:
Der „Bayern Tourismus“ setzt auf den weiß-blauen Klassiker. Am Münchner Flughafen werden Gäste mit drei Marketing-Großflächen, sechs Citylights und sechs Wandleuchtkästen begrüßt. Darauf sind Wolken in kreativen Form en wie einer Lederhose, Breze oder der Nürnberger Kaiserburg zu sehen. Mit dem Spruch „From the Sky to Heaven on Earth – Welcome to Bavaria“ werden die Reisenden auf dem Himmel auf Erden – Bayern – willkommen geheißen. Zusätzlich machen Marketing-Bilder von Touristenzielen wie dem Königssee, bayerischen Stadtsilhouetten oder einer Biergartenszene den Freistaat als Urlaubsziel attraktiv.
Tradition vs. Konsum – Wie der Einzelhandel die Feiertage missbraucht
X-mas sells! Das wissen auch die Einzelhändler und greifen im Advent zu einigen Tricks um den Konsum noch weiter anzutreiben. Ein Twitter-User schreibt in seinem Tweet: „Ich habe mir heute eine Tageszeitung aufschwatzen lassen. Der Grund: es hing ein Schoko-Nikolaus dran. Komische Welt?“ Nein, das ist logisch und ganz einfach erklärbar!
Einmal wünschen bitte! Wie Coupon-Unternehmen die Preise senken
„Fett absaugen für minus 70 Prozent!“ Dies ist doch in der Vorweihnachtszeit ein unwiderstehliches Angebot. Vor allem, wenn in den nächsten Wochen sowohl der Figur als auch dem Portemonnaie wieder einmal eine Belastung bevorsteht. Einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte zufolge ist jeder Deutsche bereit, in diesem Jahr durchschnittlich 499 Euro für soziale Aktivitäten, Festessen und natürlich das obligatorische Weihnachtsshopping auszugeben.
Damit noch etwas für die Silvesterparty übrig bleibt, haben wir hier einen Geheimtipp: Couponing! Dabei vermitteln Coupon-Portale wie „Groupon“, „Citydeals“ oder „Dailydeal“ Restaurantrabatte und andere Gutscheine für Waren und Dienstleistungen. Darunter befinden sich sogar Angebote für Konzerte, Reisen oder eben Schönheits-OPs. Die Anbieter richten sich direkt nach den Wünschen der Nutzer, welche Einkaufsvorschläge machen können. Greift eine bestimmte Anzahl an Interessenten zu, gehen die „Robin Hoods des 21. Jahrhunderts“ auf die vorgeschlagenen Anbieter zu und versuchen möglichst hohe Mengenrabatte zu erzielen. Die Nutzer des Coupon-Unternehmens können dann den jeweiligen Coupon erwerben und bei dem vertraglich gebundenen Verkäufer eintauschen oder weiterverschenken.
Liebes- und Werbeaus für Alice-Darstellerin – Netzbetreiber stolpert über Diktatorensohn
Mit ihren optischen Reizen auf Werbeplakaten am Straßenrand soll sie sogar Auffahrunfälle ausgelöst haben. Alice! Die hübsche Blondine war bei O2-Kunden, Fernsehzuschauern und Internetnutzern heiß begehrt. Die Rede ist von Vanessa Hessler alias Alice. Sie allerdings begehrte nur einen: Mutassim el Gaddafi, den vor zwei Wochen getöteten Sohn des libyschen Ex-Diktators.
Wie iGod Steve Jobs einem Rollkragen-Pullover posthum zu Weltruhm verhilft
Apple und seine i-products sind schon längst Selbstläufer für die sogar Werbung und Marketingaktionen Geldverschwendung sind. Doch jetzt befördert Apple-Visionär Steve Jobs ein weiteres Produkt auf „Must-have“-Status. Sein Lieblingskleidungsstück, der schwarze Rollkragenpullover Model „1900“ der Marke St. Croix bricht alle Verkaufsrekorde und tut der Krebshilfe Gutes.
Und das Beste kommt zum Schluss – der Abschied als PR-Gag
Stehende Ovationen, auf der Bühne wird sich verbeugt, auf dem Weg nach draußen werden ein paar Hände geschüttelt. Licht aus, Klappe zu, Affe tot. Abschiedsveranstaltungen laufen immer nach dem gleichen Schema ab, aber trotzdem faszinieren sie uns. Plötzlich realisiert man das etwas zu Ende, das etwas unwiederbringlich vorbei ist. Ein bittersüßes, wehmütiges Gefühl, das die Menschen in Scharen anzieht. Kluge PR kann sich dieses Phänomen zu nutzen machen – und es mangelt wahrlich nicht an erfolgreichen Beispielen.
Es grünt so grün – Öko-Marketing in der Autobranche
Glitzernde Sportwagen, Pferdestärken ohne Ende und hübsche Mädchen an jedem Stand. Nichts Neues könnte man sagen, wenn man sich die jährlich größer werdenden Stände der Autohersteller auf der IAA anschaut. Doch seit einigen Jahren mischt sich die Farbe Grün unter das klassische Ferrari-Rot und Mercedes-Silber. Neben all den PS-Protzen sind es als umweltfreundlich angepriesene Elektro – Autos, die mehr und mehr im Mittelpunkt stehen. Stichwort: Elektro – Revolution.
Dirndln, Bier und Albert Einstein – Wie die Marketingmaschine Oktoberfest hunderte Millionen in deutsche Kassen spült
Nicht nur die Region München, sondern ganz Deutschland profitiert vom bayerischen Traditionsfest. Denn nicht nur die erwarteten 6,5 Millionen Besucher geben Geld für bayerisches Bier und regionale Schmankerl aus. Zu Oktoberfest-Zeiten boomt das Geschäft mit der bayerischen Tradition. Das Oktoberfest ist ein Marketing-Selbstläufer – davon kann man auch in Hamburg ein Lied singen.
Zwischen dem 17. September und dem 03.Oktober sind wieder Brezn, Bier und Blasmusik angesagt in München. Millionen von Besuchern werden rund eine Milliarde Euro in München lassen. Doch davon wird nur rund ein Drittel auf dem Oktoberfest selbst ausgegeben werden.
Denn auch die Münchner Verkehrsbetriebe, Taxiunternehmen, Hotellerie und vor allem Trachtengeschäfte verdienen kräftig mit. Zweifelsohne ist das Oktoberfest von unschätzbarem Wert für den Münchner Tourismus. Doch zu was die Marketingmaschine Oktoberfest außerhalb der bayerischen Hauptstadt im Stande ist, ist umso erstaunlicher.
12 Millionen Klicks in 2 Wochen – wie Apple Andere für sich werben lässt
Seit einigen Jahren gibt es ein neues Zauberwort in der PR-Branche: „Virales“ Marketing . Soziale Netzwerke wie Facebook und Youtube ermögliche es, dass etwa ein witziger Werbespot von User zu User weiterverbreitet wird. Apple profitiert ganz besonders von diesem Trend – und das manchmal ohne selbst etwas dafür tun zu müssen.
Wie private Zensur Internetbewertungsportale zur Farce degradiert.
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Warum man in den USA keine Urlaubsfotos mehr zeigen darf.
Man stelle sich vor, man darf niemandem sagen, in welchem Hotel man im Urlaub abgestiegen ist und auch Freunden keine Urlaubsfotos aus diesem Hotel zeigen. Natürlich basiert diese rechtliche Skurrilität auf einem Präzedenzfall aus den USA. Aber auch wer einen Friseur-, Arzt-, Hotel- oder Restaurantbesuch zu Hause in Deutschland plant, darf sich nicht mehr auf die Bewertungen der Dienstleister im Internet verlassen. Denn die private Zensur wacht über die Meinung der Kunden und Konsumenten.
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